Immer wieder werden in der Fachpresse Beispiele genannt, wie es Unternehmen gelingt, sich auf ihrer Marktposition auszuruhen und die Marktentwicklung zu verschlafen. Quasi vom Marktführer zum Nobody…

Denken wir an Nokia, das Unternehmen, welchen seine Marktführung bitter verlor, weil der Smartphone-Trend nicht ernstgenommen wurde. Oder Kodak, ein Konzern der bereits Insolvenz beantragt hatte, weil er die Entwicklung des Marktes nicht rechtzeitig erkannte.

Bereits Charles Darvin hat mit seiner Aussage: „Es ist nicht die stärkste Spezies die überlebt auch nicht die intelligenteste sondern eher diejenige, die am ehesten bereit ist sich zu verändern.“ den Nagel auf den Kopf getroffen.

Es ist faszinierend, erst wenn der Leidensdruck hoch genug ist oder der bisherige Erfolgskurs in einer Sackgasse endet, sind wir Menschen bereit ein Umdenken und Paradigmenwechsel zuzulassen. Teilweise zu spät, wie die genannten Beispiele zeigen. Da ist das sprichwörtliche Kind schon in den Brunnen gefallen und der Scherbenhaufen groß!

Warum nicht aus den Fehlern lernen?

Heute… jetzt… im unternehmerischen Zeitalter von digitaler Transformation, demographischem Wandel, Fachkräftemangel und Generation Y als Arbeitnehmer gilt es nicht nur die Marktentwicklungen im Auge zu behalten. Wichtiger den je wird der Fokus Mensch und Technik.

Da ist zum einen die technische Entwicklung, die im letzten Jahrhundert und speziell in den letzten 30-50 Jahren ein rapides exponentielles Wachstum erlangt hat… wir haben die Möglichkeiten, alles schneller zu machen… Geschwindigkeit wird eine immer wichtigere Rolle spielen.

Der Mensch ist bequem, macht sich das Leben gern leicht, will alles schneller und kann dies Dank seiner Intelligenz auch realisieren.

Dem gegenüber steht die lange und langsame Entwicklung des Menschen selbst. Bildlich gesprochen, haben wir Menschen, im Vergleich zur Technik, erst gestern den aufrechten Gang gelernt. Dementsprechend langsam findet eine Veränderung im und/oder beim Menschen statt.

 

Was sind die Konsequenzen, wenn diese Situation im Unternehmensmanagement und der Mitarbeiterführung keine Beachtung finden?

Kundenverlust!? Umsatzrückgang!? Imageverlust!? Verlust der Marktposition…

Dem vorweg stehen überforderte Mitarbeiter! Mitarbeiter, die statt Begeisterung nur noch Frust, Ablehnung und Ignoranz für Veränderungen aufbringen! Dadurch steigenden Ausfallzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen! Dadurch Rückgang der Performance!… um nur einige Auswirkungen zu nennen, bis auch hier das Kind in den Brunnen fällt.

Muss das sein? Kann der Mitarbeiter mit der rasanten technischen Entwicklung mithalten?  Der Mitarbeiter, der als Mensch in stressigen Situationen in sein Reptilienhirn zurückfällt?

Die klare Antwort lautet JA! Aber WIE?

Die Bereitschaft zum Ändern der bisherigen Veränderungsprozesse in den Unternehme(r)n ist Voraussetzung für erfolgreiches, modernes und für Unternehmen und Mitarbeiter gesundes Changemanagement.

Ein Führungsverständnis, das den evolutionären Entwicklungsstand des Mitarbeiters als Mensch berücksichtigt, wird essentieller Bestandteil im Unternehmensmanagement.

Auf den Punkt gebracht heißt das:

Langfristig erfolgreiches Changemanagement erfordert, dass Unternehmen ihr VERÄNDERNändern sowie ein neues Führungsverständnis etablieren und leben.