„Nichts ist so beständig wie der Wandel“, erkannte der Philosoph Heraklit von Ephesus circa 500 v.Chr. Zu keiner Zeit war seine Aussage so wohl zutreffend als heute.

Zwischen der Erfindung von Dampfmaschine und Fließband lagen noch circa 150 Jahre. Heute vergeht kein Jahr mehr, in dem nicht eine neue Handygeneration entwickelt wird. Pokémon Go schaffte es in 19 Tagen von der Programmierung bis zum absoluten globalen Spiele-Hype.

Geschwindigkeit ist zu einem weiteren Produktionsfaktor geworden. Wer schnell ist, hat einen Wettbewerbsvorteil. Unternehmen müssen sich dieser Geschwindigkeit annehmen und sich optimieren, um am sprichwörtlichen Ball zu bleiben.

Was bedeutet das für den Mensch als Mitarbeiter? Der Mensch, der dessen Entwicklung nicht exponentiell „durch die Decke“ geht. (siehe „Agiles Führen und Arbeiten? Kulturwandel? … Was soll das???“).

Bereits 2017 beträgt gemäß DAK der Anteil von psychischen Erkrankungen u.a. durch Belastungen am Arbeitsplatz an den Arbeitsunfähigkeitstagen 16,7%. Tendenz steigend! Rund 20% dieser Erkrankten sind zwischen 35 und 44 Jahren, also mitten im Arbeitsleben und oft in anspruchsvollen Sandwichpositionen.

Unternehmer und Führungskräfte, oft zahlen- wettbewerbs- und geschwindigkeitsgetrieben, müssen langfristig den Fokus Ihres Handels wieder auf den Mitarbeiter legen. Wem das schwer fällt, der kann einfache Hilfe durch den  „Der Schaltplan für gesunde Unternehmen“ bekommen.

Jeder von uns kann sich folgende einfache Formel einprägen. Vielleicht hilft es im Excel-Format.

=wenn(„Führung“=“Wertorientierung“ + „Verständnis der menschlichen Funktionweise“; „gesunder Wandel“; „Stillstand“) 

Welche Möglichkeiten haben denn einfache Mitarbeiter in Unternehmen, die sich der Geschwindigkeit und dem Wandel anpassen müssen?

„Take it or leave it“, „Friss oder stirb“, sprich: „nehmt die Veränderung hin oder verlasst das Unternehmen“. So einfach ist es nicht (mehr), weder für die Unternehmen, noch für die Mitarbeiter.

Mitarbeiter können die Veränderung ignorieren, verweigern und, aufgrund des kürzeren Hebels, widerwillig akzeptiere mit dem Resultat, dass die erhofften Verbesserungen für das Unternehmen ausbleiben, Umsätze rückläufig werden und das Geschäft stagniert.

oder

Mitarbeiter sehen die Veränderung als Herausforderung, stellen sich dieser, lernen neue Methoden und gehen als Sieger des Wandels hervor. Das Unternehmen kann aufgrund der erfolgreichen Veränderung wachsen, neue Kunden gewinnen und seine Marktposition ausbauen.

Zwei Varianten, die für das Unternehmen und seine Mitarbeiter zwei wesentliche Unterschiede bedeuten. Freude bei den Mitarbeitern führt zu Unternehmenswachstum, Frust und Anspannung langfristig zu Stillstand. Und Stillstand nicht nur gemäß diverser bekannter Liedtexte zum Tod (natürlich der Unternehmen).

Wenn es Führungskräften und Unternehmern nicht gelingt, neben den durchaus wichtigen Exceltabellen und Programmcodes ihre Mitarbeiter zu lesen, zu entschlüsseln und gemäß ihren Persönlichkeittypen zu motivieren, werden die o.g. Zahlen in kürzester Zeit um ein Vielfaches steigen.

Was braucht es, damit die digitale Transformation in allen Unternehmen gelingt?

Jack Ma, Gründer der Alibaba Group, bringt es zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos auf den Punkt. Es wird Maschinen geben, die Dinge besser können als Menschen. Wir Menschen haben gegenüber Maschinen einen wesentlichen Vorteil. Wir haben unsere Wertesysteme. Diese gilt es mehr und mehr auszubauen.

Genau das braucht es in Unternehmen. Werte, die das Handeln des Unternehmens im Innen- und Außenverhältnis regeln. Wichtige Grundsätze wie Vertrauen, Verantwortung, Integrität spielen eine genauso große Rolle, wie zum Beispiel eine Wertschätzung durch Informationen.

Ein Mitarbeiter, der von seinem Vorgesetzten genaue Informationen zu benötigten Veränderungen erhält, fühlt sich wertgeschätzt. Er kann sich ganz anders mit seiner neuen Aufgabe identifizieren und sich einbringen. Er wird sozusagen Teil der Veränderung.

Genau hier setzt der zweite wesentliche Erfolgsfaktor an. Die Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter am Wandel beteiligen. Kein Aufdiktieren der Aufgaben mehr, sondern ein gemeinsames Entwickeln mit den Mitarbeitern. Wichtig hierfür ist, dass Vorgesetze ihre Mitarbeiter besser kennen. Wenn Chefs wissen, was für ein Typ der Mitarbeiter ist und wie er tickt, dann können sie die Mitarbeiter dort einsetzen, wo sie die meiste Freude am Arbeiten empfinden und für das Unternehmen den größten Nutzen bieten.

„Es sind oft die kleinen Dinge, die das Arbeitsleben erlebbar machen und die sind Chefsache.“ (Frank Faller)